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Neue Konzepte in der City

Anders als viele andere Städte hat sich die Elmshorner City in den letzten Monaten positiv entwickelt. Während der Corona-Pandemie sind neue Geschäfte geplant und zum Teil auch schon eröffnet worden. Die Leerstandsquote ist niedriger als vor der Krise.

Gründe dafür, dass Elmshorn die Pandemie besser überstanden hat als viele andere Städte, sehen Wolfgang Helms, Wirtschaftsförderer der Stadt Elmshorn und Manuela Kase, Stadtmarketing Elmshorn, darin, dass die Geschäfte in Elmshorn nicht auf Touristen ausgerichtet sind und ihre Kunden vor Ort haben. 

Zudem gibt es schon den als erstrebenswert angepriesenen Nutzungsmix, der eine Innenstadt widerstandsfähiger macht als es eine Prägung nur auf Einzelhandel vermag.

Neben Handel und Gastronomie sind Dienstleister und öffentliche Nutzungen wie die Stadtbücherei in der Innenstadt ansässig, aber auch Wohnungen beleben das Zentrum.

Auch wenn einige Branchen wie zum Beispiel der Modebereich mit starken Umsatzeinbußen zu kämpfen hatte und immer noch hat, sind viele andere Unternehmen gut durch die Krise gekommen. Teilweise, weil sie digital zeitgemäß aufgestellt sind, teilweise, weil sie viele treue Kundinnen und Kunden haben, die auch während des Lockdowns die lokale Wirtschaft unterstützt haben.

Der Inhaber des neuen Ragazzi am Holstenplatz ist einer von ihnen. Die Eröffnung war ursprünglich bereits für November 2020 geplant. Inhaber Malte Findeisen sollte auch der neue Eisbahn-Gastronom werden. Doch Corona kam dazwischen.

Findeisen, dem auch das Broderick und der Friseursalon Boostx gehört, stellte sich voll und ganz auf Liefer- und Abholservice ein und manövrierte sein Team erfolgreich durch die Krise.

„Teilweise gingen am Tag mehrere Hundert Bestellungen ein“, so Malte Findeisen. „Damit hatten wir nicht gerechnet“.

Dass der Service so gut angenommen wurde, führt Manuela Kase, Stadtmarketing Elmshorn, auf die starke Präsenz des Ragazzi im Netz zurück. „Das Ragazzi ist auf Instagram nicht zu übersehen. Lustige Sprüche, appetitanregende Fotos, das spricht die Kundinnen und Kunden an. Aus den Augen aus dem Sinn kann so nicht passieren. Auch nach Ende des Lockdowns zeigt das Wirkung: Das Ragazzi ist gut besucht und der Holstenplatz auf eine Weise belebt, wie wir es uns immer gewünscht haben“, so Kase.

 

Das Ragazzi ist aber nicht die einzige neue Gastronomie in der Elmshorner Innenstadt. Bereits seit vorletztem Jahr wissen Liebhaber der asiatischen Küche, dass es in der Marktstraße mit dem Viet Pho ein echtes kulinarisches Highlight gibt. Authentische vietnamesiche Küche vom Feinsten. Das und auch das unprätentiöse Ambiente wissen die Gäste zu schätzen. So sehr, dass Inhaberin Thi Hue Nowak ein weiteres Ladenlokal in der Königstraße angemietet hat. Bereits diese Woche ist die Eröffnung geplant.

„Wir sind sehr froh, dass die Entwicklung der Gastronomieszene in Elmshorn Fahrt aufnimmt. Durch die neuen Angebote werden jüngere Zielgruppen erreicht und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert,“ so Wolfgang Helms. „Aber auch neue Handelskonzepte, die insbesondere junge Leute ansprechen, sind hinzugekommen oder eröffnen in Kürze.“

Große Aufmerksamkeit wurde dem Royal Donut am Damm zu teil. Am Eröffnungstag Ende April zogen sich die Menschenschlangen bis weit in den Wedenkamp hinein. Die Wartezeiten betrugen bis zu zwei Stunden, die Besucherinnen und Besucher waren teilweise von weit her angereist.

Kurz bevor steht die Eröffnung von Aromas Artesanales in der Königstraße, ein spanisches Konzept mit Düften zum Abfüllen, das ebenfalls besonders junge Leute anspricht. Aromas Inhaber Maciej Skorka ist Elmshorner und überzeugt vom Erfolg seines Geschäftes. Die guten Erfahrungen mit seinen laufenden Aromas-Filialen in Hamburg lassen ihn optimistisch der Eröffnung am Freitag entgegenblicken.

Wieder belegt ist auch die Gewerbefläche in dem Jack & Jones – ebenfalls Königstraße - lokalisiert war. Komplett renoviert ist dort demnächst eine Filiale von eyes & more zu finden.

Auch wenn es schon verschiedene Optiker in der Innenstadt gibt, eyes & more hat seine Berechtigung. „Eine eigene Marketing-Strategie, die auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet ist, macht das Konzept auch in anderen Städten zusätzlich zu anderen Augenoptikern erfolgreich.“ so Wolfgang Helms, Wirtschaftsförderer der Stadt Elmshorn.

Ein zukunftsweisendes Projekt ist in jedem Fall der erste Unverpacktladen in Elmshorn, dessen Eröffnung ebenfalls in Kürze in der Kirchenstraße geplant ist.

Außerdem schafft der Umbau des Ramelow-Hauses in der Königstraße mit seinem innovativen Konzept Aufbruchstimmung in zentraler Lage.

All diese Pläne und Neueröffnungen zeigen, wie groß das Interesse am Wirtschaftsstandort Elmshorn ist. Sie zeigen aber auch, dass der Handel ein wichtiger Bestandteil des Nutzungsmix ist.

„Die Konzepte ändern sich, ich bin aber der festen Überzeugung, dass Handel immer ein Haupt-Motiv für den Besuch der Innenstadt bleiben wird“, so Kase.

„Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Um die Innenstadt wieder richtig in Schwung zu bringen und den bereits begonnenen durch Corona beschleunigten Strukturwandel erfolgreich zu meistern, bedarf es einer kontinuierlichen Förderung.“

Dabei sei es vor allem wichtig in engem Kontakt mit den Immobilieneigentümern proaktiv tätig zu werden.

Flexibilität und Kreativität seien gefragt, wenn es darum geht, neben den üblichen Besuchsanlässen wie Einkaufen neue ergänzende Motive zu schaffen.

Die gesamte Innenstadt müsse zum Wohlfühlquartier werden, wo sich die Besucherinnen und Besucher von morgens bis abends gerne treffen.

Grundlage müsse eine tragfähige Konzeption mit Maßnahmen sein, die von vielen Akteuren mitgetragen wird und deren Umsetzung kurzfristig beginnen kann. Hierzu gibt es bereits erste Gespräche zwischen Wirtschaft, Stadtverwaltung und Politik.

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